Die Planungsphase – Teil 0: Wie plane ich überhaupt?

CAD-Modell des Terrariums auf dem Sideboard / Unterschrank
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Endlich da: Das Vivarium!
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Planung mit Microsoft Office OneNote

Planung mit Microsoft Office OneNote

Liebe Leserin, lieber Leser und sonstige(s/r),

in den vorherigen Teilen 1 und 2 bin ich bereits ein wenig auf die gewünschte Tierart und die Art des Vivariums und Findung des passenden Bauers eingegangen.
Ich habe unter anderem erwähnt, dass ich sehr genau und ausgiebig plane bevor ich mich an ein neues Projekt begebe, und natürlich ändern sich auch oft Dinge während der Planung und auch während das Projekt voran schreitet.
An dieser Stelle möchte ich ein bisschen darauf eingehen wie und womit ich denn konkret dieses Projekt plane. Und da dies die Basis darstellt, nenne ich diesen Part "Teil 0". Er ist sozusagen das Prequel zu allem.

Das Tool meiner Wahl ist bei nahezu allen Planungen Microsoft OneNote.

Planung mit Microsoft Office OneNote
Die Software ist extrem vielseitig, gut strukturiert und leicht zu bedienen. Außerdem kann ich hiermit schnell und spontan Gedanken notieren und sämtliche Inhalte auf allen meinen Geräten synchron halten und sie mit anderen Benutzern teilen.

So hat beispielsweise meine Freundin ebenfalls jederzeit einen Überblick und kann selbst auch Inhalte sammeln oder mir einen Vogel zeigen wenn ich mal wieder über die Stränge schlage.

Zu Beginn mache ich mir natürlich ausführlich Gedanken über die Thematik eines Projekts und bringe mich auf den neusten Wissensstand. Ich habe mich also belesen, mich mit anderen Haltern und Züchtern ausgetauscht was die Haltung und Verträglichkeit und die Bedürfnisse der von mir gewählten Arten angeht.
Dazu zählen für mich konkret

  • Lebenserwartung der Tiere
  • Platzbedarf
  • Futterbedarf
  • Klimatische Bedingungen
  • Geografische Herkunft
  • Aufbau des natürlichen Habitats
  • Sozialverhalten
  • Fortpflanzung

All diese Informationen habe ich gesammelt und mir dann ein Konzept für das benötigte Vivarium überlegt.

Beispiel eines Paludariums
Ich orientiere mich hierfür gerne an bereits von mir umgesetzten Projekten und lasse mich von den nahezu unbegrenzten Quellen im Internet wie Videos und Bildern oder Büchern inspirieren. Gestalterisch sind einem kaum mehr Grenzen gesetzt.
Ich hatte also ein grobes Bild im Kopf, das z.B. einen Bachlauf oder einen kleinen Wasserfall enthält und eine ungefähre Richtung was die Gestaltung angeht.

Um das Ganze umsetzen zu können und einen möglichst naturgetreuen, optimalen Lebensraum zu schaffen habe ich unterschiedliche Kategorien angelegt um dort die benötigten Anschaffungen zu sammeln wie

  • Besatz
  • Baumaterial für die Gestaltung (Wände / Boden / Ebenen etc.)
  • Technik (Beleuchtung / Beregnung / Temperatur etc.)
  • Zubehör (Wasseraufbereitung / Messinstrumente / Zuchtbehältnisse)
  • Bepflanzung
  • Futtertiere
  • Sonstiges

In dieser Phase der Planung kann ich mir dann immer auch zum ersten Mal überhaupt einen genauen Überblick über das Ausmaß verschaffen und den Kostenfaktor berücksichtigen und beides optimieren in dem ich vergleiche und mich darüber informiere was ich wirklich benötige und auf welchem Weg ich es jeweils beziehe.
Hiernach habe ich die einzelnen Kategorien priorisiert; es macht nämlich wenig Sinn, Tierbestand und Pflanzen zu beschaffen und 2 Wochen später Futter und Becken zu besorgen...

Fortschritt der Konstruktion bei Rana Terrarienbau
Ich habe einige frühere Kontakte aufgefrischt und viele neue geknüpft, unter anderem zu Händlern und einigen privaten Züchtern um mir frühzeitig einen Bestand an Tieren zu sichern und abzuklopfen ob die Haltungsbedingungen und der Umgang mit den zukünftigen Bewohnern stimmen.
Dadurch sind einige tolle Kontakte entstanden und ich habe mit Rana Terrarienbau den passenden Terrarienbauer gefunden.

Damit waren die notwendigen Grundvoraussetzungen geschaffen was das eigentliche Vivarium angeht.

Ein schön eingerichtetes Becken ist natürlich etwas tolles, hat für mich aber nur halb so viel "Aha" wenn es außen aussieht wie "hingeklatscht" und der Standort an sich nicht passt.
Letzterer stand von Anfang an fest - ein bisher ungenutzter Teil im Wohnzimmer ohne direkte Sonneneintrahlung aber ausreichend hell und sowohl vom Essbereich als auch von der Wohnlandschaft aus gut sichtbar. Die Zimmertür befindet sich genau gegenüber - perfekter Blickfang!

Da der Bereich bisher ungenutzt war, fehlte hier auch das passende Mobiliar um das Vivarium nahtlos einzubetten und in Szene zu setzen.

Sara mit Sideboard (Montage)
Und - wie passend - hat mich meine Freundin hier mit einem zur bereits vorhandenen Möbellinie zugehörigen Sideboard überrascht, das sich sowohl optisch als auch von den Abmessungen her perfekt für diesen Standort eignet. Fast...
Die üblichen Kommoden und Sideboards usw. sind nämlich leider nicht gerade "tief". Und das war ein Problem. Den ersten Teil der Lösung habe ich in dem Beitrag "Doppelt hält besser" vorgestellt.
Hierdurch hat sich auch direkt ein weiter wichtiger Punkt erledigt: Die Verkleidung des Lichtkastens. Diese werde ich ebenfalls aus dem gleichen Material bauen wie die Erweiterung des Sideboards.

Zusammengefasst berücksichtige ich also ein meiner Planung sämtliche Faktoren die für die Umsetzung wichtig sind, forsche, lese, schaue, ändere... und versuche auf Unvorhersehbarkeiten möglichst flexibel reagieren zu können.
Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut, bisher habe ich aber immer umsetzen können was ich geplant habe.

Alle aktuellen Beiträge und Schritte zu diesem Projekt habe ich unter "Vivarium 2018" gebündelt.

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